Vorkomprimierte Dichtbänder

  Berechnungen der Dichtbandhersteller ergaben, daß circa 10 - 15 %
  der Fenster zur Zeit mit vorkomprimierten Dichtbändern eingesetzt
  werden.

  Der Verdacht liegt nahe, daß circa 85 % der  eingesetzten Fenster
  nicht dem heutigen Kenntnisstand der Bauphysik entsprechend
  montiert werden.

  Vorkomprimierte Dichtbänder gibt es von relativ wenigen Herstellern.
  Bei diesen Bändern handelt es sich um vorkomprimierte, imprägnierte,
  offenzellige Schaumstoffbänder.

  Sie bestehen aus einem Polyurethan-Weichschaumstoff, der mit einem
  flammhemmenden Kunstharz  imprägniert wird. In der Regel sind sie
  hellgrau oder anthrazitfarben. Sie werden als Rollenware geliefert und
  sind auf der einen Seite zur Fixierung auf dem Untergrund selbstklebend
  ausgestattet.

  Je nach Qualität gibt es Bänder die auf eine Schlagregendichte von
  600 Pa geprüft wurden.

  Unter Einfluß von Wärme quellen die Bänder nach dem Aufbringen auf
  dem Fenster oder dem Mauerwerksanschlag in Abhängigkeit der
  Umgebungstemperatur mehr oder weniger schnell auf und verschließen
  dann die Fuge zwischen dem Blendrahmen und dem
  Mauerwerksanschlag.

  Zur Erlangung einer garantierten Dichtheit ist logischerweise ein gewisser
  Mindestanpressdruck vonnöten. Daher werden diese Bänder in
  verschiedenen Dicken für verschiedene Fugenbreiten gefertigt.

  Anhand der vorliegenden Fugenmasse ist aus einer Herstellertabelle die
  erforderliche Dimension des Dichtbandes abzulesen und zu verarbeiten.
  Je nachdem, welches Band verarbeitet wird, liegt der Fugenspielraum bei
  ca. 5 - 8 mm.

  Das bedeutet, dass mit einem Band ein Fuge von z.B. mindestens 8 mm
  bis maximal 15 Millimetern abgedichtet werden kann. Nähere Daten sind
  Hersteller- und Produktabhängig und den Verarbeitungsrichtlinien zu
  entnehmen.

Vorkomprimierte Dichtbänder 1. Dichtband an Fensterelement anbringen

Vorkomprimierte Dichtbänder 2.Fensterelement mit den Bändern eingebaut

Vorkomprimierte Dichtbänder 3.Bänder mit Mauerwerk verkleben